3. Worauf beim Vergleich achten? 7 Kriterien
Die Testnote der Stiftung Warentest zeigt, wie gut ein Tarif beim Zahnersatz abschneidet. Füreinen vollständigen Zahnzusatzversicherung Vergleich müssen Sie aber sieben Kriterien prüfen. Jedes einzelne kann darüber entscheiden, ob der Tarif im Leistungsfall wirklich zahlt.
Erstattungsquote Zahnersatz
Dieses Kriterium hat das größte Gewicht. Tarife mit 70 bis 75 % Erstattung sind günstiger, lassen aber einen spürbaren Eigenanteil. Bei 90 % verringert sich die Lücke deutlich, bei 100 % übernimmt die Versicherung den kompletten Restbetrag nach Abzug des Festzuschusses. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Erstattung von mindestens 80 bis 100 % der Kosten.
Zahnstaffel
Die Zahnstaffel begrenzt, wie viel der Tarif in den ersten Versicherungsjahren höchstens erstattet. Gute Tarife bieten mindestens 1.000 Euro im ersten Jahr, leistungsstarke Tarife 1.500 Euro oder mehr. Wer in den ersten Jahren eine teure Behandlung braucht, sollte auf eine möglichst hohe Zahnstaffel achten. Ab dem vierten oder fünften Jahr heben die meisten Tarife diese Begrenzung auf.
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
Zahnärzte rechnen nach der GOZ ab und können den Regelsatz (2,3-fach) bis zum Höchstsatz (3,5-fach) steigern. Einige Tarife erstatten auch darüber hinaus bis zum 5,0-fachen Satz. Liegt Ihre Zahnarztrechnung über dem vom Tarif gedeckten Faktor, tragen Sie die Differenz selbst. Prüfen Sie deshalb, welchen GOZ-Faktor Ihr Wunschtarif abdeckt.
Wartezeiten und Gesundheitsfragen
Wer eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit sucht, hat gute Karten: Die meisten aktuellen Tarife verzichten auf eine allgemeine Wartezeit. Der Versicherungsschutz beginnt direkt nach Vertragsabschluss. Was dagegen bei jedem Anbieter gilt: Bereits angeratene oder begonnene Behandlungen sind vom Schutz ausgeschlossen. Die Gesundheitsfragen beim Antrag sind entscheidend. Manche Tarife fragen nur nach einer bestehenden Prothese, andere zusätzlich nach Parodontitis, fehlenden Zähnen, laufenden Behandlungen und Kieferorthopädie.
Welche Tarife tatsaechlich ohne Wartezeit leisten und wo die Unterschiede liegen, zeigt unser Ratgeber
Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit im Detail
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Beitragsstabilität und Altersrückstellungen
Zahnzusatzversicherungen werden mit dem Alter teurer. Tarife mit Altersrückstellungen legen einen Teil des Beitrags zurück, um spätere Erhöhungen abzufedern. Tarife ohne Altersrückstellungen starten günstiger, steigen aber stärker. Wer den Tarif langfristig halten möchte, sollte diesen Punkt vergleichen.
Kieferorthopädie bei Kindern
Familien sollten prüfen, ob der Tarif Kieferorthopädie abdeckt. Die Spanne reicht von 0 % Erstattung (etwa beim Allianz Mein Zahnschutz 75) bis zu 100 % bei der Concordia ZAHN SORGLOS 100 mit bis zu 8.000 Euro Erstattung. Da kieferorthopaedische Behandlungen mehrere tausend Euro kosten können, macht dieser Unterschied viel aus.
Kündigungsfristen und Vertragslaufzeit
Die Mindestvertragslaufzeit liegt je nach Tarif bei ein bis zwei Jahren. Danach können Sie mit Fristen zwischen einem und drei Monaten kündigen. Ein kurze Kündigungsfrist gibt Ihnen Flexibilität, falls Sie später einen besseren Tarif finden. Die Widerrufsperiode beträgt bei allen Anbietern 14 Tage nach Vertragsabschluss.
Wie sich die Beitraege nach Alter und Leistungsniveau unterscheiden, schluesselt unser Ratgeber
Zahnzusatzversicherung Kosten nach Alter und Tarif
auf.
Quellen:
Verbraucherzentrale